
Altenkirchen – Die 8. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Am Berg“ (Flammersfeld) ist im Verbandsgemeinderat am 26. März mit der Mehrheit der Stimmen beschlossen worden. Unsere Fraktion hat der Vorlage nicht zugestimmt – als einzige im Rat.
Das ist für uns keine Frage von „Gegen-die-Mehrheit-sein“. Es ist eine Frage der Verantwortung.
Was auf dem Spiel steht:
Das Plangebiet umfasst rund 7,7 Hektar (das entspricht etwa elf Fußballfeldern!) und gehört mit einer durchschnittlichen Ertragsmesszahl von 44,5 zu den wertvollsten Ackerflächen dieser Gemarkung. Es ist keine Restfläche, keine Industriebrache, kein schlechter Boden. Es ist gute, fruchtbare Erde – und die muss geschützt werden. Die Pläne sehen vor, diese Fläche für 20 bis 30 Jahre aus der landwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen. Das ist für uns nicht akzeptabel.
Die Raumordnung wird ignoriert:
40 Prozent des Gebiets sind im Regionalplan als Vorranggebiet Landwirtschaft ausgewiesen – ein verbindliches Ziel. Statt dies zu respektieren, soll nun ein Zielabweichungsverfahren Abhilfe schaffen. Das halten wir für den falschen Weg.
Unsere Haltung:
Wir sind nicht gegen erneuerbare Energien. Aber wir sind gegen die Inanspruchnahme unserer besten Böden.
Die Fachbehörden – Landwirtschaftskammer, DLR, Kreisverwaltung – teilen übrigens diese Bedenken.
Die Entscheidung des Rates ist gefallen. Aber unsere Ablehnung bleibt protokolliert!
Wir werden auch künftig genau hinschauen – für unsere Landwirte, für unsere Heimat, für den Schutz unserer Böden.